World und Geldmarkt: Ein Verlustpuffer hat seinen Preis
- iShares Core MSCI World UCITS ETFWeltweite Aktien · IWDAIE00B4L5Y983
- Amundi Smart Overnight Return UCITS ETF AccEuro-Geldmarkt · CSH2LU1190417599
Daten und Berechnung
Die Winkelbreite zeigt das Gewicht der Position. Die Kacheln wachsen bei Gewinnen nach außen und bei Verlusten nach innen, auf derselben Skala. Die feine Linie markiert null; sehr kleine Bewegungen behalten eine sichtbare Mindestbreite. Die Renditen stammen aus der annualisierten Einjahresnachbildung des Portfolio-Checks in nominalen EUR, mit bereinigten Kursen und dem wöchentlichen Berechnungsraster. Die Portfoliogewichte bleiben konstant; es sind keine Renditen eines persönlichen Depots. Fondskosten sind enthalten, Steuern und Inflation nicht. Vergangene Renditen sagen zukünftige Renditen nicht voraus.
- .
- Kosten
- A
- Langfristige Annahmen
- C
- Historische Effizienz
- C
- Krisen
- B
- Diversifikation
- D
World mit einem Geldmarktanteil zu kombinieren verringert den Zwang, während eines Rückgangs Aktien zu verkaufen. Der Zielkonflikt ist klar: Weniger Kapital nimmt an Kursgewinnen teil, weniger Kapital trägt Aktienverluste. Die Reserve garantiert weder das Portfolio noch liefert sie allein eine zweite langfristige Wachstumsquelle.
Dieses gewöhnliche Wertpapierdepot hält 70 % in IWDA, einem MSCI-World-ETF, und 30 % in CSH2, Amundi Smart Overnight Return. Die Positionen haben unterschiedliche Aufgaben: die erste liefert Aktienwachstum, die zweite zielt auf sehr kurzfristige Euro-Zinsen. [3]
Diese Aufteilung gibt verfügbarem Kapital eine klare Aufgabe. Sie ist leichter zu verstehen als eine Sammlung von Aktienfonds, die einander schützen sollen. Offen bleibt, wofür die Reserve dient: geplante Ausgaben, das Durchstehen von Verlusten oder Rebalancing.
Kosten: geringe Gebühren in beiden Positionen
Der World-Anteil von 70 % und der Geldmarktanteil von 30 % verursachen zusammen 0,17 % pro Jahr laufende Kosten und erhalten A. Die niedrigen Gebühren lassen den größten Teil der Bruttorendite jeder Anlage erhalten. Für die Reserve sind Kosten besonders relevant, weil sie einen Teil einer kleineren erwarteten Rendite aufzehren. Die gute Kostenbewertung beseitigt diese Opportunitätskosten nicht.
Die Berechnung enthält weder Handelskosten noch Ausführungsspannen oder persönliche Steuern im Depot. Regelmäßige kleine Verkäufe zur Wiederherstellung des Zielgewichts können zusätzliche Kosten verursachen. Die Kosten des Rebalancings hängen von seiner Häufigkeit und den Brokerbedingungen ab.
Langfristige Annahmen: Die Reserve kostet Wachstum
Ein Geldmarktanteil von 30 % verringert sowohl das Kapital mit Aktienverlustrisiko als auch das Kapital, das die Aktienwachstumsannahme des Modells erhält. Der entstehende erwartete Wachstumsabstand von -1,87 Prozentpunkte pro Jahr ergibt C. Das ist der wirtschaftliche Preis der Reserve in einem wachstumsbezogenen Vergleich. Ihr Nutzen für Ausgaben und Liquidität liegt außerhalb dieser Bewertung. Eine höhere Stufe anzustreben könnte deshalb ihren eigentlichen Zweck untergraben.
Geldmarktrenditen passen sich den kurzfristigen Zinsen an. Die EZB definiert €STR anhand der unbesicherten Übernacht-Finanzierungskosten von Banken im Euroraum am Großkundenmarkt. Dieser Mechanismus schreibt keine Rendite für die kommenden Jahre fest. Sinkende Zinsen können die künftige Geldmarktrendite reduzieren. [2]
Inflation ist eine weitere Grenze: Nominal relativ stabiles Kapital kann Kaufkraft verlieren. Eine Reserve erfüllt eine bestimmte Aufgabe. Als alleinige langfristige Strategie bringt sie ein anderes Risiko mit sich: dass das Vermögen nicht ausreichend wächst.
Krisen: ein Puffer, keine Versicherung
Die Reserve verringert das Kapital, das den Aktienschock überträgt. Die verbleibenden 70 % World verursachen weiterhin den größten Teil des simulierten Verlusts von -25,41 %, mit der Bewertung B. Die Verbesserung stammt hauptsächlich aus dem geringeren Aktienanteil; die Geldmarktposition gleicht im Modell nur wenig aus. Das Verlustrisiko ist kleiner, ohne eine Absicherung, deren Auszahlung mit einem tieferen Aktiencrash wächst.
Daten und Methode
Die Grafik bildet die heutigen Portfoliogewichte anhand der wöchentlichen bereinigten Kurse des Portfolio-Checks in nominalen EUR nach. Beide Linien starten am selben Tag bei 100. Der S&P-500-Verlauf verwendet den US-Aktien-Referenz-ETF des Portfolio-Checks einschließlich Ausschüttungen. Das Portfolio wird im wöchentlichen Raster auf konstante Gewichte zurückgesetzt. Es handelt sich nicht um ein persönliches Depot. Fondskosten sind enthalten; Steuern, Inflation und Handelskosten sind ausgeschlossen. Wöchentliche Beobachtungen können tiefere tägliche oder untertägige Verluste übersehen. Als Erholung gilt die erste wöchentliche Beobachtung im gezeigten Zeitraum, die das Hoch vor dem größten Rückgang wieder erreicht.
Die Krisenbewertung verwendet einen gesonderten modellierten US-Aktienschock von 40 %. Diese historische Nachbildung bestimmt oder verändert die Bewertung nicht und ist keine Prognose.
- Dieses Portfolio
- Zurück am vorherigen Hoch: 1. Januar 2021
- S&P 500
- Zurück am vorherigen Hoch: 8. Januar 2021
Berücksichtigt werden nur vollständig von der gespeicherten Historie abgedeckte Krisen mit einem S&P-500-Rückgang von mindestens 10 %. Ausgewählt wird die Krise mit dem höchsten Verhältnis von Portfolioverlust zu S&P-500-Verlust. Sie zeigt, wo das Portfolio unter den untersuchten Krisen am wenigsten abfederte; sie ist nicht zwingend sein größter absoluter Verlust oder die schwerste Krise seit 1998. Die Tabelle führt alle zulässigen Vergleiche auf.
| Eine Krise im Rückblick | Dieses Portfolio | S&P 500 |
|---|---|---|
| Aktienrückgang | -9,7 % | -13,2 % |
| Covid-19 | -21,3 % | -28,7 % |
| Die Zinswende | -11,1 % | -16,7 % |
| Zollschock | -13,2 % | -20,6 % |
| Datum im Rückblick | Dieses Portfolio | S&P 500 |
|---|---|---|
| 100 | 100 | |
| 101,1 | 101,8 | |
| 101,9 | 103,4 | |
| 102,1 | 103,8 | |
| 99,8 | 101 | |
| 102,8 | 105,3 | |
| 104,1 | 107,8 | |
| 103,5 | 106,6 | |
| 94,6 | 91,8 | |
| 92,4 | 90,3 | |
| 83,1 | 79,4 | |
| 82 | 76,9 | |
| 84,2 | 79,8 | |
| 84,8 | 80,1 | |
| 90,4 | 88,6 | |
| 91,4 | 90,5 | |
| 90,9 | 89,8 | |
| 91,4 | 92,3 | |
| 93,2 | 93,3 | |
| 92 | 90,9 | |
| 93,4 | 93,7 | |
| 94,3 | 94,2 | |
| 97,3 | 98,6 | |
| 94,5 | 93,9 | |
| 96,9 | 97,4 | |
| 95,2 | 94 | |
| 96,5 | 96,7 | |
| 96,8 | 97,3 | |
| 97,6 | 98,1 | |
| 96,4 | 96,4 | |
| 95,4 | 95,5 | |
| 97,4 | 98,9 | |
| 98,1 | 99,5 | |
| 98,5 | 100,2 | |
| 99,3 | 102,4 | |
| 97,8 | 99,9 | |
| 97,9 | 98,8 | |
| 97,9 | 98,1 | |
| 97,2 | 98,1 | |
| 98,3 | 99,9 | |
| 99,7 | 102,5 | |
| 100,5 | 104,4 | |
| 99,3 | 101,9 | |
| 96,4 | 97,9 | |
| 100,2 | 103,2 | |
| 102,3 | 105,3 | |
| 102,8 | 105,6 | |
| 104 | 106,5 | |
| 103,5 | 106,5 | |
| 102,6 | 105,3 | |
| 103,7 | 105,9 | |
| 104 | 106,3 | |
| 104,2 | 106,7 | |
| 106,2 | 109 | |
| 106,2 | 109,4 | |
| 106,8 | 110,5 | |
| 104,9 | 107,8 | |
| 108,3 | 113,3 | |
| 108,6 | 113,5 | |
| 108,9 | 113,6 | |
| 106,6 | 111,5 | |
| 106,3 | 110,4 | |
| 109,6 | 115,4 | |
| 110 | 115,7 | |
| 110,7 | 117,4 | |
| 111,9 | 119,7 | |
| 112,9 | 121,4 | |
| 113,6 | 122,6 | |
| 113,2 | 121,7 | |
| 113,4 | 122,3 | |
| 113,6 | 122,6 | |
| 112,5 | 120,8 | |
| 112,7 | 120,5 | |
| 113,7 | 121,7 | |
| 114,1 | 122,2 | |
| 114,7 | 123,4 | |
| 115 | 124,2 | |
| 116,2 | 126,3 |
Eine Geldmarktreserve ist keine schützende Option: Sie zahlt nicht automatisch mehr aus, wenn Aktien fallen. Ihr Nutzen liegt in weniger exponiertem Kapital und der Möglichkeit, Ausgaben ohne sofortigen Aktienverkauf zu decken. Der Fonds selbst ist keine garantierte Bankeinlage. [3]
Der Emittentenbericht beschreibt eine synthetische Nachbildung von €STR. Der Wertpapierkorb zur Besicherung kann Aktien enthalten; dieser Korb darf nicht mit der angestrebten wirtschaftlichen Ausrichtung nach Berücksichtigung der Derivate verwechselt werden. Die Fondsunterlagen beschreiben die Gegenpartei- und operativen Risiken dieser Struktur. [3]
Eine Reserve für Ausgaben und eine Reserve für Umschichtungen haben unterschiedliche Aufgaben. Wird die gesamte Reserve nach einem ersten Rückgang wieder investiert, bleibt bei einer längeren Schwächephase weniger Liquidität. Dieser Zielkonflikt hängt vom Zeitpunkt der Ausgaben ab, unabhängig von einer späteren Markterholung.
Diversifikation: zwei Aufgaben, Wachstum durch World
Der Aktienanteil behält die Konzentrationen von World. Am 30. September 2026 entfallen 72,94 % des Index auf US-Aktien und 31,78 % auf Informationstechnologie. Geldmarkt senkt diese Gewichte im Gesamtportfolio, ohne die Zusammensetzung des Aktienanteils zu verändern. [1]
Das Modell zählt 2 Wachstumsquellen, aber nur World liefert erwartetes Wachstum oberhalb des Geldmarkts. Fällt dieser Treiber aus, bleibt kein Mehrwachstum. Die Bewertung D rechnet den breiten Aktienkern begrenzt an. Die unvollständige Branchendurchsicht verhindert die stärkere Anrechnung für World allein. Das zeigt auch eine Grenze der Bewertung: Sie kombiniert Wachstumsunabhängigkeit und Zusammensetzungsdaten, statt den Nutzen der Reserve für Ausgaben einzustufen.
Die Reserve kann Verluste und den Bedarf an Aktienverkäufen senken, während das langfristige Wachstum von denselben Unternehmen abhängt. Renditen oberhalb des Geldmarkts beruhen auf einem anderen wirtschaftlichen Treiber mit eigenen Risiken, Kosten und Liquiditätsgrenzen. Die verlustmindernde Aufgabe der Reserve allein belegt kein unabhängiges Wachstum.
Die Gesamtbewertung C wägt sehr niedrige Kosten und geringere Krisenverluste gegen niedrigeres erwartetes Wachstum und die fortbestehende World-Abhängigkeit ab. Die Reserve hat eine klare Aufgabe, stärkt aber die Verlusttragfähigkeit mehr als die Unabhängigkeit der Renditen. Ihre Aufgabe hängt von den Ausgaben und Umschichtungen ab, die sie finanzieren könnte; eine weitere Wachstumsquelle hat eigene Belege, Kosten und Liquiditätsgrenzen.
Weitere Portfolios
Methode und Grenzen
Berechnet von copio am 23. Oktober 2026 mit Version portfolio-score-v10. Die aktiven zukunftsgerichteten Annahmen heißen in der gespeicherten Antwort „Copio CMA“, ohne Versionsjahr. Kurse, Bestände und Annahmen können unterschiedliche Stichtage haben. Die Ergebnisse beschreiben eine beispielhafte Aufteilung ohne persönliche Einzahlungen oder individuelle Steuern. Keine Position ist vom historischen Vergleich ausgeschlossen; 0 % der Historie werden durch Anlageklassenreihen ergänzt. Das Modell meldet eine fehlende wirtschaftliche Zusammensetzung der Geldmarktposition, die nach Kategorie behandelt wird, sowie eine unvollständige zugrunde liegende Historie. Diese Hinweise bestehen neben einem abschließenden historischen Vergleich ohne Ausschlüsse und ohne notwendige Anlageklassenrekonstruktion; sie werden offengelegt.
Geschätzter Rückgang bei einem Schock von -40 % bei US-Aktien. Historische Renditen sind gemäß der Berechnung des Portfolio-Checks annualisiert und in Euro ausgewiesen.
So analysiert copio Portfolios ↗Quellen
- MSCI World Index: Factsheet ↗Stichtag:
Länder-, Branchen- und Unternehmensgewichte im Index. Sie beschreiben die wirtschaftliche Ausrichtung, nicht die rechtlichen Bestände eines synthetischen ETFs.
- EZB: Euro Short-Term Rate (€STR) ↗Stichtag:
An diesem Datum eingesehen. €STR misst unbesicherte Übernacht-Finanzierungskosten von Banken im Euroraum am Großkundenmarkt. Er verspricht keine langfristige Rendite.
- Amundi Smart Overnight Return: Fondsbericht ↗Stichtag:
Das Ziel ist die synthetische Nachbildung von €STR. Der vor Derivaten gezeigte Wertpapierkorb entspricht nicht der angestrebten wirtschaftlichen Ausrichtung. Diese Emittenten-URL kann später einen neueren Bericht ausliefern.