Charlie Mungers am besten dokumentiertes Portfolio, die Wertpapiere der Daily Journal Corporation, enthielt laut 13F zum 30. September 2026 vier US-notierte Positionen im Wert von 249,8 Mio. USD. Wells Fargo und Bank of America machten davon 88,8% aus. Munger verwaltete die Bestände vom ersten Kauf 2009 bis zu seinem Tod am 28. November 2023.
In diesem Artikel
Charlie Mungers Portfolio: die Daily-Journal-Bestände nach seinem Tod
Die Berichte nennen keinen Nachfolger als Manager. Der Verwaltungsrat will das Portfolio zur Unterstützung des Softwaregeschäfts verwalten und schrittweise verwerten, statt neue Aktienideen aufzunehmen. Zum 30. Juni 2026 waren die Wertpapiere 406,0 Mio. USD wert, entsprachen 86,0% der Bilanzsumme und konzentrierten sich auf sechs Unternehmen.
Das Wichtigste
- Miss Konzentration am gesamten Portfolio. Drei Banken machten 91,6% des 13F vom September 2026 aus. Das Juni-13F deckte aber nur 63,2% sämtlicher Wertpapiere ab; eine Teilmeldung liefert kein vollständiges Risikobild.
- Steuern und Kredite begrenzen den Handlungsspielraum. Im Juni 2026 standen nicht realisierten Gewinnen von 266,9 Mio. USD geschätzte Steuerverpflichtungen von 68,7 Mio. USD gegenüber. Zugleich warnte das Unternehmen weiterhin vor Nachschussforderungen.
- Nach einem Managerwechsel kann sich der Anlagezweck ändern. Der Verwaltungsrat will die Bestände für das Softwaregeschäft verwerten. Ein Haushalt braucht eigene Ausgaben- und Nachfolgeregeln statt einer Kopie der Aktienliste.
Was enthält Charlie Mungers Daily-Journal-Portfolio?
Der US-notierte Teil enthält Wells Fargo, Bank of America, Alibaba und US Bancorp. Hinzu kommen zwei Positionen, die das 13F nicht zeigt. Das am 2. November 2026 eingereichte 13F-HR zum 30. September 2026 meldet vier Zeilen mit insgesamt 249,8 Mio. USD. Es ist die jüngste Offenlegung; der 10-K-Bericht für das Geschäftsjahr bis zum 30. September 2026 lag am 3. November 2026 noch nicht vor.
Anteile am 13F-Wert, 30. September 2023 und 2026: Wells Fargo 41,0% und 45,3%; Bank of America 39,7% und 43,6%; Alibaba ADS 16,4% und 8,4%; US Bancorp 2,9% und 2,8%. Quelle: Daily Journals 13F-HR-Tabellen zum 30. September 2023 und 30. September 2026; Diagrammdaten (CSV). Die Septembermeldung 2023 war die letzte vor Mungers Tod. Ein 13F umfasst US-notierte Aktien-Longpositionen und bestimmte Optionen, jedoch keine Liquidität, Anleihen, Leerverkäufe und die meisten Auslandsnotierungen.
| Position | Stückzahl, 30. Sep. 2023 | Stückzahl, 30. Sep. 2026 | Wert, 30. Sep. 2026 | Anteil am 13F-Wert |
|---|---|---|---|---|
| Wells Fargo | 1.591.800 | 1.413.000 | 113,1 Mio. USD | 45,3% |
| Bank of America | 2.300.000 | 2.000.000 | 108,9 Mio. USD | 43,6% |
| Alibaba (ADS) | 300.000 | 195.000 | 21,0 Mio. USD | 8,4% |
| US Bancorp | 140.000 | 119.500 | 6,9 Mio. USD | 2,8% |
Alle vier Stückzahlen sanken im Quartal bis zum 31. März 2024: Alibaba um 35,0%, US Bancorp um 14,6%, Bank of America um 13,0% und Wells Fargo um 11,2%. Seitdem blieben sie in jedem 13F unverändert. Alibaba erschien erstmals zum 31. März 2021 mit 165.320 ADS. Die Position erreichte zum 31. Dezember 2021 insgesamt 602.060 ADS und lag zum 31. März 2022 bei 300.000.
Was fehlt in Daily Journals 13F?
Etwa ein Drittel des Portfolios fehlt. Der 10-Q zum 30. Juni 2026 bewertet die Wertpapiere mit 406,0 Mio. USD und nennt eine Konzentration auf lediglich sechs Unternehmen. Das 13F zum selben Stichtag meldet 256,7 Mio. USD. Nach unserer Berechnung entfielen somit 149,3 Mio. USD beziehungsweise 36,8% auf zwei dort nicht aufgeführte Positionen.
Laut 10-Q entfiel der größte Teil der nicht realisierten Gewinne von 266,9 Mio. USD auf Stammaktien dreier US-Finanzinstitute und eines ausländischen Herstellers. Im 13F steht kein Hersteller, weshalb dieser nach unserer Lesart zu den zwei fehlenden Positionen gehört. Der Geschäftsbericht 2023 erwähnt eine auf Hongkong-Dollar lautende Anlage. Keiner der geprüften Berichte nennt die beiden Positionen; wir benennen sie deshalb ebenfalls nicht.
Wer verwaltet das Portfolio nach Munger?
Ein einzelner Manager wird nicht genannt. Der Verwaltungsrat beaufsichtigt das Portfolio und will es schrittweise zur Unterstützung des Softwaregeschäfts abbauen. Daily Journal meldete Nasdaq in einem Formular 8-K, dass Munger, Mitglied des Verwaltungsrats und Prüfungsausschusses, am 28. November 2023 gestorben war.
Der 10-Q zum 31. März 2024 hält fest, dass Munger das Wertpapierportfolio seit den ersten Käufen 2009 verwaltet hatte. Damals investierte das Unternehmen überschüssige Liquidität als Alternative zu Anlagen mit nahezu null Zinsen.
Der Geschäftsbericht 2025 erläutert den Plan in den Risikofaktoren, hier übersetzt:
„Künftig erwartet das Unternehmen, sein Wertpapierportfolio vorwiegend zur Unterstützung der weiteren Entwicklung von Journal Technologies und dessen Geschäft zu verwalten und zu verwerten. Das Unternehmen beabsichtigt keine neuen Anlagen in börsennotierte Stammaktien ohne Bezug zu seinem Kerngeschäft.“
Derselbe Abschnitt bezeichnet Munger als unersetzlichen Manager des Wertpapierportfolios und erklärt, der Verwaltungsrat bemühe sich um dessen gute Verwaltung. Steven Myhill-Jones unterzeichnet die Berichte als Vorstandschef und Verwaltungsratsvorsitzender.
Seitdem gab es einen Verkauf und fortlaufende Schuldentilgung. Im März 2024 verkaufte das Unternehmen Wertpapiere für rund 40,6 Mio. USD, realisierte Gewinne von 14,3 Mio. USD und senkte den Wertpapierkredit von 75,0 Mio. USD zum 30. September 2023 auf 29,4 Mio. USD. Im Geschäftsjahr 2025 und in den neun Monaten bis zum 30. Juni 2026 gab es keine Verkäufe; der Kredit betrug zuletzt 20,0 Mio. USD.
Im Oktober 2026 kaufte das Unternehmen Revir Technologies, ein Softwareunternehmen aus Austin, aus vorhandener Liquidität (8-K vom 15. Oktober 2026).
Wie konzentriert war Mungers Ansatz bei Daily Journal?
Sehr konzentriert: An jedem Geschäftsjahresende von 2016 bis 2025 machten börsennotierte Aktien zwischen 73,9% und 89,9% der Bilanzsumme aus. Für ein Unternehmen, das zugleich Gerichts- und Justizsoftware sowie Zeitungen betreibt, ist dies eine ungewöhnliche Bilanzstruktur. Das Unternehmen weist in seinen Risikofaktoren selbst darauf hin.
Wertpapiere als Anteil an der Bilanzsumme: September 2016 73,9%; 2017 81,8%; 2018 80,4%; 2019 82,0%; 2020 75,2%; 2021 89,0%; 2022 86,3%; 2023 85,4%; 2024 88,8%; 2025 89,9%; 30. Juni 2026 86,0%. Quelle: eigene Berechnung aus Daily Journals 10-K-Bilanzen 2016-2025 und dem 10-Q zum 30. Juni 2026, über SEC XBRL Company Facts; Diagrammdaten (CSV). Das Geschäftsjahr endet am 30. September.
Zur Konzentration kam Kreditfinanzierung. Im Geschäftsjahr 2013 nahm Daily Journal gegen seine Wertpapiere 29,5 Mio. USD auf, um zwei Unternehmen zu kaufen. Später kamen 45,5 Mio. USD für weitere Wertpapierkäufe hinzu. Laut Geschäftsbericht 2023 erreichte der Wertpapierkredit zum 30. September 2023 damit 75,0 Mio. USD. Nach unserer Berechnung entsprach dies damals 24,7% des Wertpapierbestands, gegenüber 4,9% zum 30. Juni 2026.
Munger erklärte die Konzentration von Kompetenz in seinen „Vice Chairman's Thoughts“ in Berkshires Brief von 2014, hier übersetzt:
„Buffett nutzte im Grunde die Erfolgsmethode des berühmten Basketballtrainers John Wooden, der am regelmäßigsten gewann, nachdem er gelernt hatte, praktisch die gesamte Spielzeit seinen sieben besten Spielern zu geben.“
Er ergänzte, bei Buffett sei die Kompetenz auf eine Person konzentriert gewesen, nicht auf sieben. Auf der vorherigen Seite nannte er unter Berkshires Regeln geringe Verschuldung, um unter allen Bedingungen eine nahezu perfekte Kreditwürdigkeit und leicht verfügbare Liquidität und Kredite für außergewöhnliche Gelegenheiten zu erhalten.
Sein Bruch mit Benjamin Graham gehört zu derselben Entwicklung. Im Brief von 2023 erinnert Buffett an Mungers Rat von 1965: hervorragende Unternehmen zu fairen Preisen kaufen und die Lehren seines Vorbilds Ben Graham aufgeben, die zwar funktionierten, aber nur in kleinem Maßstab. Grahams eigene Regel für vorsichtige Anleger war eine Aktien-Anleihen-Aufteilung, die unsere Untersuchung zum defensiven Anleger testet.
Welche Verbindung hatte Munger zu Li Lu und BYD?
Munger schrieb Li Lu, dem Gründer von Himalaya Capital, zu, ihn auf BYD aufmerksam gemacht zu haben. BYD wurde eine Berkshire-Anlage, keine offengelegte Daily-Journal-Position. Das berichtete CNBC am 15. Februar 2023 über Mungers Äußerungen bei Daily Journals virtueller Hauptversammlung. Munger sagte dem Bericht zufolge sinngemäß, er habe bei Berkshire nie bei etwas so Gutem wie BYD mitgewirkt, und es sei ihm nur einmal gelungen.
Berkshires Brief von 2008 beschrieb BYD als außergewöhnliches chinesisches Unternehmen mit einer Berkshire-Beteiligung von 10%. Der Brief von 2009 nennt 225.000.000 Aktien beziehungsweise 9,9% des Unternehmens, gekauft für 232 Mio. USD und Ende 2009 insgesamt 1.986 Mio. USD wert. Die Beteiligung lag bei Berkshire Hathaway Energy: Dessen Bilanz zeigte zum 31. Dezember 2024 noch 415 Mio. USD BYD-Aktien, zum 31. März 2025 keine mehr (10-Q, Anhang 4).
Daily Journals Berichte nennen BYD nicht. Ob die Hongkong-Dollar-Position BYD ist, steht in keinem der geprüften Berichte.
Was ist Mythos, was ist belegt?
Viele verbreitete Aussagen über „Mungers Portfolio“ vermischen Unternehmensbestände, Berkshire-Anlagen und Zitate ohne nachvollziehbare veröffentlichte Quelle.
| Verbreitete Behauptung | Was die Berichte zeigen |
|---|---|
| Daily Journals 13F ist Mungers Portfolio. | Es ist das Portfolio eines Unternehmens. Das 13F deckte zum 30. Juni 2026 nur 63,2% davon ab. Mungers persönliche Bestände wurden darin nie offengelegt. |
| Daily Journal ist ein kleines Berkshire. | Der Geschäftsbericht 2023 erklärt ausdrücklich, das Unternehmen sei keine kleinere Version von Berkshire Hathaway Inc. |
| Das Portfolio wird weiterhin nach Mungers Art geführt. | Der Verwaltungsrat will es verwalten und verwerten, verkaufte im März 2024 einen Teil und plant keine neuen Aktienanlagen außerhalb des Kerngeschäfts. |
| Munger hielt BYD über Daily Journal. | BYD lag bei Berkshire Hathaway Energy und war zum 31. März 2025 verkauft. Daily Journal nennt keine BYD-Position. |
| Verbreitete Zitate aus Daily-Journal-Hauptversammlungen sind gesichert. | Es gibt kein offizielles Transkript. Nicht überprüfbare Zitate haben wir weggelassen. |
Was bedeutet Konzentration für Crashrisiko und geometrisches Wachstum?
Ein konzentriertes Portfolio kann schnell wachsen. Jeder große Rückgang braucht jedoch einen noch größeren Gewinn zur Erholung; ein erzwungener Verkauf während des Rückgangs macht den Verlust dauerhaft. Buffetts Brief von 2017 nennt vier Rückgänge des Berkshire-Aktienkurses um mehr als ein Drittel zwischen 1973 und 2009.
Rückgänge des Berkshire-Aktienkurses vom Hoch zum Tief: März 1973 bis Januar 1975 -59,1%; Oktober 1987 -37,1%; Juni 1998 bis März 2000 -48,9%; September 2008 bis März 2009 -50,7%. Quelle: Berkshire Hathaways Aktionärsbrief 2017, PDF-Seite 9; Diagrammdaten (CSV). Buffett bezeichnete die Tabelle sinngemäß als sein stärkstes Argument dagegen, Aktien jemals mit geliehenem Geld zu kaufen.
Die Rechnung ist unerbittlich: Nach dem Rückgang von 50,7% im Zeitraum 2008-2009 mussten die Aktien 103,0% gewinnen, um ihr Hoch wieder zu erreichen, so unsere Berechnung aus dem Hoch von 147.000 und dem Tief von 72.400. Unser Leitfaden zur Mathematik der Crasherholung zeigt, wie der nötige Gewinn mit dem Verlust steigt.
Daily Journal zeigt dasselbe Muster im Kleinen. Im Geschäftsjahr 2022 enthielt der Nettoverlust von 75,6 Mio. USD nicht realisierte Wertpapierverluste von 123,4 Mio. USD. In den neun Monaten bis zum 30. Juni 2026 verloren die Wertpapiere ohne Verkäufe 87,0 Mio. USD. Das war nach unserer Berechnung aus den ungerundeten Bilanzwerten ein Rückgang von 493,0 auf 406,0 Mio. USD beziehungsweise 17,7%.
Der Geschäftsbericht 2025 warnt vor möglichen Nachschussforderungen, falls der Wert der Anlagen deutlich sinkt. Ein kleinerer Kredit reduziert dieses Risiko, beseitigt es aber nicht. Zu Berkshires eigenem Umgang mit Konzentration und Liquidität siehe unsere Untersuchung von Warren Buffetts Vermögensaufteilung. Ein weiterer konzentriert investierender Manager ist Stanley Druckenmiller.
Konzentration und Steuern im deutschen Depot
Bei einem gewöhnlichen deutschen Wertpapierdepot zählen Einstandswerte und nicht realisierte Gewinne zur Entscheidung über den Abbau großer Einzelpositionen. Aktienverkäufe können nach § 20 EStG steuerpflichtige Veräußerungsgewinne auslösen. Vergleiche deshalb Einzahlungen in andere Anlagen, schrittweise Umschichtungen und einen sofortigen Verkauf nach Steuern und Gebühren. Daily Journals US-Steuerverpflichtung ist dabei kein auf Deutschland übertragbarer Steuersatz.
Die Teilfreistellung für bestimmte Investmentfonds nach § 20 InvStG ist keine allgemeine Vergünstigung für direkt gehaltene Bankaktien. Auch der Ersatz einer Einzelaktie durch einen Fonds verlangt eine Prüfung von Fondsart, Kosten und verbleibender Branchenkonzentration. Diese Fragen betreffen die deutsche Umsetzung und ändern die historischen Unternehmensdaten nicht.
Wie beurteilt copio dieses Portfolio?
Daily Journal verbindet Konzentration, latente Steuern und betriebliche Finanzierungsziele, die ein Screenshot der Bestände nicht erfasst. Drei Banken machten 91,6% des September-13F 2026 aus, doch das Juni-13F deckte nur 63,2% des Wertpapierportfolios ab. Das begründet eine Warnung vor der offengelegten Konzentration, aber keinen Anspruch, alle ausgleichenden Positionen zu kennen.
Die Wertpapiere verloren in den neun Monaten bis Juni 2026 trotz geringerer Verschuldung 17,7%. Geduld und weniger Schulden können den Verkaufsdruck reduzieren; beides garantiert keinen geringeren Marktverlust. Copio vergibt keine Note, weil sich Einzelaktien und ungenannte Bestände nicht sauber im Check abbilden lassen.
Drei Prüfungen für Dein Portfolio
- Miss Konzentration über den gesamten Haushalt. Fasse direkte Aktien, Fondsbestände und Arbeitgeberaktien zusammen und berechne die größten Unternehmens- und Branchengewichte als Anteil aller Anlagen. Beziehe Konten ein, die in Deiner wichtigsten Depotansicht fehlen. Belaste die dominierende Branche in einem eigenen Stressszenario: Drei Banknamen können vom selben Kreditzyklus abhängen.
- Vergleiche Konzentrationsrisiko und Steuerkosten einer Änderung. Erfasse vor einem möglichen Verkauf Einstandswerte, nicht realisierte Gewinne und die steuerliche Behandlung jedes Kontos. Vergleiche neue Einzahlungen, schrittweises Rebalancing und einen Verkauf auf derselben Nachsteuerbasis. Daily Journals geschätzte latente Steuerschuld von 68,7 Mio. USD erklärt eine Einschränkung; sie beweist nicht, dass Konzentration immer vorzuziehen ist.
- Schreibe einen Finanzierungs- und Nachfolgeplan. Erfasse Ausgaben, Kreditbedingungen und Sicherheitenanforderungen, die bei Kursverlusten Verkäufe erzwingen könnten. Halte fest, wer bei Deiner Verhinderung Zugriff erhält, die Konten verwaltet und welchen Regeln diese Person folgen soll. Die Entscheidung des Verwaltungsrats, Mungers Portfolio für ein Softwaregeschäft zu verwerten, zeigt, warum Zweck und Verantwortliche neben die Bestandsliste gehören.
Unser Leitfaden zur Vermögensaufteilung vergleicht Möglichkeiten, Verluste im Gesamtportfolio zu steuern. Copio bietet Bildungsanalysen, wählt keine Wertpapiere für Dich aus und führt keine Geschäfte für Dich aus.
Quellen und Methode
Recherche geprüft am 3. November 2026 und aktualisiert am 4. November 2026: Neunmonatsrückgang (17,7% statt 17,6%) und Erholungsgewinn 2009 (103,0% statt 102,8%) wurden aus ungerundeten Werten neu berechnet; die FAQ zu Verkäufen bezieht sich nun auf die Zeit seit Mungers Tod.
Bestände: Daily Journal Corporation, 13F-HR-Tabellen zum 30. September 2026, eingereicht am 2. November 2026, sowie zum 30. Juni 2026, 31. März 2024, 31. Dezember 2023 und 30. September 2023. Weitere Tabellen: 31. März 2022, 31. Dezember 2021 und 31. März 2021.
Unternehmensberichte: 10-Q zum 30. Juni 2026, Bilanz, Anhang 4, Lagebericht und Unterschriften; 10-K 2025, Abschnitt 1A und Liquiditätslage; 10-Q zum 31. März 2024, Anhang zu Anlagen; 10-K 2023, Abschnitt 1A, Lagebericht und Anhang. 8-K-Meldungen vom 1. Dezember 2023 und 15. Oktober 2026; Bilanzen 2016-2025 über SEC XBRL Company Facts.
Berkshire-Hathaway-Aktionärsbriefe: 2008, PDF-Seite 21; 2009, Seite 13; 2014, Mungers „Vice Chairman's Thoughts“, Seiten 39-40; 2017, Seite 9; 2023, Seite 1. BYD: Berkshire Hathaway Energy, 10-Q zum 31. März 2025, Anhang 4, und 10-K 2025, Anhang 8. Presse: CNBC, Yun Li, 15. Februar 2023, für die dort wiedergegebenen Munger-Äußerungen bei der Daily-Journal-Hauptversammlung.
Eigene Berechnungen: 13F-Gewichte als Emittentenwert geteilt durch den gesamten gemeldeten Wert, Stückzahländerungen, Abdeckung des Juni-Portfolios 2026, Wertpapieranteil an der Bilanzsumme, Kreditquote zum Wertpapierbestand, Neunmonatsrückgang und Erholungsgewinn vom Tief 2009 zurück zum Hoch 2008.
Das 13F lässt Auslandsnotierungen, Liquidität, Anleihen und zwei der sechs Positionen aus. Die Berichte identifizieren diese beiden nicht; wir haben keine Namen vermutet. Munger zugeschriebene Hauptversammlungszitate kursieren in inoffiziellen Transkripten. Wir verwenden nur Äußerungen aus Berkshire-Briefen oder CNBC-Berichten. Dieser Artikel dient der Information und ist keine persönliche Anlageberatung.
FAQ
Welche Aktien enthält Charlie Mungers Daily-Journal-Portfolio?
Das am 2. November 2026 eingereichte 13F der Daily Journal Corporation zum 30. September 2026 nennt vier US-notierte Positionen im Wert von 249,8 Mio. USD: Wells Fargo mit 45,3% des gemeldeten Werts, Bank of America mit 43,6%, Alibaba ADS mit 8,4% und US Bancorp mit 2,8%. Laut Unternehmensberichten verteilen sich die Wertpapiere auf sechs Unternehmen. Zwei Positionen fehlen also im 13F; sie waren zum 30. Juni 2026 etwa 149,3 Mio. USD wert.
Wer verwaltet das Daily-Journal-Portfolio nach Charlie Mungers Tod?
Die geprüften Berichte nennen keinen einzelnen Nachfolger. Munger, gestorben am 28. November 2023, verwaltete das Portfolio seit den ersten Käufen 2009. Laut Geschäftsbericht 2025 bemüht sich der Verwaltungsrat um eine gute Verwaltung und will das Portfolio vor allem zur Unterstützung des Softwaregeschäfts Journal Technologies verwalten und schrittweise verwerten. Neue börsennotierte Aktienanlagen ohne Bezug zum Kerngeschäft sind nicht geplant.
Hat Daily Journal Aktien aus Mungers Bestand verkauft?
Seit Mungers Tod einmal. Im März 2024 verkaufte das Unternehmen Wertpapiere für rund 40,6 Mio. USD und tilgte damit seinen Wertpapierkredit. Die Stückzahlen aller vier US-Positionen sanken zwischen Dezember 2023 und März 2024. Im Geschäftsjahr 2025 und in den neun Monaten bis zum 30. Juni 2026 gab es keine Verkäufe. Die Stückzahlen blieben seit März 2024 unverändert. Zu Mungers Lebzeiten hatte das Unternehmen ebenfalls Aktien verkauft und im Geschäftsjahr 2022 Gewinne von 14,2 Mio. USD realisiert.
Hielt Charlie Munger BYD über Daily Journal?
Daily Journals Berichte nennen BYD nicht. Sie erwähnen 2023 eine auf Hongkong-Dollar lautende Position und einen ungenannten ausländischen Hersteller. BYD war eine Berkshire-Hathaway-Anlage: 225 Millionen Aktien wurden 2008 für 232 Mio. USD gekauft. Berkshire Hathaway Energy meldete zum 31. März 2025 keine BYD-Aktien mehr. CNBC berichtete im Februar 2023, Munger habe Li Lu von Himalaya Capital dafür gedankt, ihn auf BYD aufmerksam gemacht zu haben.
Ist Daily Journal ein kleines Berkshire Hathaway?
Nach eigener Aussage nicht. Im Geschäftsbericht 2023 erklärt das Unternehmen, keine kleinere Version von Berkshire Hathaway zu sein. Sein Ziel sei, das Softwaregeschäft auszubauen und das traditionelle Zeitungsgeschäft zu erhalten. Die börsennotierten Beteiligungen an sechs Unternehmen machten zum 30. Juni 2026 insgesamt 86,0% der Bilanzsumme aus.


