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Julius Müller

Asset-Allokation: Wie Staatsfonds langfristig investieren

Wie investieren Staatsfonds? Asset-Allokation von NZ Super Fund, Norwegen, Future Fund und FRR: Aufteilung, Rebalancing, Renditen und Lehren für Privatanleger.


Asset-Allokation ist die Aufteilung eines Portfolios auf die großen Anlageklassen, und sie ist die Entscheidung, die den Großteil seines Risikos und seiner Rendite bestimmt. Staatsfonds sind die Investoren, die sie mit dem längsten Horizont und der größten Transparenz betreiben. Dieser Artikel vergleicht Allokation, Regeln und Renditen von vier Staatsfonds, dem neuseeländischen, dem norwegischen, dem australischen und dem französischen, ergänzt um den deutschen KENFO, und leitet daraus die Prinzipien ab, die sich auf ein privates Portfolio übertragen lassen.

Das Wichtigste in Zahlen

  • NZ Super Fund: Referenzportfolio 80 % Aktien / 20 % Anleihen. Rendite von 10,26 % pro Jahr seit 2003, gegenüber 8,89 % für sein Referenzportfolio und 3,51 % für neuseeländische Schatzwechsel (Stand 30. Juni 2026).
  • Norwegischer Staatsfonds (GPFG): Referenzindex 70 % Aktien / 30 % Anleihen, neu gewichtet ab einer Abweichung von 2 Prozentpunkten. 6,86 % pro Jahr seit 1998, 4,51 % nach Inflation und Kosten, bei Verwaltungskosten von 0,07 % pro Jahr.
  • Australischer Future Fund: Ziel Inflation + 4 bis 5 % pro Jahr, tatsächlich 8,3 % pro Jahr seit 2006, mit 27 % nicht börsennotierten Anlagen und Sachwerten.
  • Französischer Rentenreservefonds (FRR): Aktienanteil 2025 nach der Verlängerung seines Horizonts auf 50 % angehoben, 4,4 % pro Jahr seit 2010.
  • Deutscher KENFO: rund 41 % Aktien, 39 % Anleihen, 15 % nicht börsennotiert (Ende 2025), 6,1 % pro Jahr seit 2019, Horizont bis zum Ende des Jahrhunderts.
  • Gemeinsamkeit: eine für Jahrzehnte schriftlich festgelegte Allokation, dominiert von Wachstumsanlagen, und eine Verhaltensregel für Crashs.

Was ist ein Staatsfonds?

Ein Staatsfonds ist ein Investmentfonds im Besitz eines Staates, der öffentliche Reserven (Öleinnahmen, Haushaltsüberschüsse, Rücklagen für die Renten) anlegt, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Für Sparer sind sie wegen dreier Merkmale interessant: ein Horizont von mehreren Jahrzehnten, detaillierte öffentliche Berichte und eine Governance, die verlangt, die Strategie im Voraus schriftlich festzulegen und zu begründen.

Vier Staatsfonds und der KENFO im Vergleich

FondsGrößeReferenzallokationLangfristige RenditeHorizont
NZ Super Fund (Neuseeland)94,4 Mrd. NZ-Dollar (Juni 2026)80 % Aktien, 20 % Anleihen10,26 % pro Jahr seit 2003Entnahmen ab 2054 geplant
GPFG (Norwegen)22.683 Mrd. norwegische Kronen (Juni 2026)70 % Aktien, 30 % Anleihen6,86 % pro Jahr seit 1998Sehr langfristig
Future Fund (Australien)289,7 Mrd. australische Dollar (Juni 2026)Ziel Inflation + 4 bis 5 % pro Jahr8,3 % pro Jahr seit 2006Keine Entnahme vor 2032-2033
FRR (Frankreich)20,7 Mrd. Euro (Ende 2025)50 % Aktien seit 20254,4 % pro Jahr seit 2010Zahlungen an die Cades (französische Tilgungskasse für Sozialschulden) bis 2033, Horizont verlängert
KENFO (Deutschland)25,6 Mrd. Euro (Ende 2025)rund 41 % Aktien, 39 % Anleihen, 15 % nicht börsennotiert6,1 % pro Jahr seit 2019Finanzierung der Atommüll-Entsorgung bis zum Ende des Jahrhunderts

Nominale Renditen in der jeweiligen Fondswährung und über unterschiedliche Zeiträume. Die Kostenbasis unterscheidet sich: NBIMs 6,86 % sind vor Verwaltungskosten; die reale Rendite von 4,51 % ist nach Inflation und Kosten. Quellen: NZ Super Fund, NBIM, Future Fund, FRR, KENFO.

Tatsächliche Allokation von drei Staatsfonds und dem deutschen KENFO im Vergleich zu einem 60/40-Portfolio: NZ Super Fund 54 % börsennotierte Aktien, 19 % Anleihen und Geldmarkt, 19 % nicht börsennotierte Anlagen und Sachwerte, 8 % alternative Strategien; Future Fund 44 %, 14 %, 27 % und 15 %; norwegischer Fonds 72 % Aktien, 26 % Anleihen, 2 % Sachwerte; KENFO 41 % Aktien, 44 % Anleihen und Barmittel, 15 % nicht börsennotiert

NZ Super Fund: das 80/20-Referenzportfolio

Der neuseeländische Fonds, 2003 gegründet, um künftige staatliche Renten zu finanzieren, ist das Lehrbuchbeispiel für eine langfristige Allokation. Seine Strategie beruht auf einem Referenzportfolio: einem passiven, kostengünstigen Portfolio, das als Maßstab für alles dient, was der Fonds tut.

BestandteilGewicht
Aktien weltweit75 %
Neuseeländische Aktien5 %
Anleihen weltweit20 %
Währungsabsicherung100 % in Neuseeland-Dollar abgesichert

Quelle: NZ Super Fund, Reference Portfolio. Der Fonds überprüft dieses Portfolio alle fünf Jahre; die 2025-2026 begonnene Überprüfung hatte bis zum 23. September 2026 noch keine neue Zusammensetzung veröffentlicht.

Die Begründung ist ausdrücklich: Der Fonds erklärt, sein Portfolio bewusst auf Wachstumsanlagen ausgerichtet zu haben, „im Einklang mit seinem langen Anlagehorizont“, da er sein Kapital nicht kurzfristig entnehmen muss. Laut der Mitteilung vom 16. September 2026 sind die Entnahmen inzwischen ab 2054 vorgesehen.

Der Fonds beziffert auch, was diese Entscheidung kostet. Er schätzt, dass er bei einer Wiederholung der Finanzkrise von 2008-2011 52,6 % verlieren würde, und hält fest: „Das größte Risiko für den Fonds besteht darin, dass wir die Nerven verlieren, unsere Anlagepositionen auflösen und die in einer Krise erlittenen Verluste festschreiben.“

Was er in den Crashs getan hat. 2008 nutzte der Fonds nach eigenen Angaben seinen langen Horizont, um „günstigere Aktien zu kaufen und sie später zu höheren Preisen zu verkaufen“. Im März 2020 verlor er 28 % gegenüber seinem Höchststand vom Februar, also 13,4 Mrd. Neuseeland-Dollar, gewichtete dann sein Portfolio neu, um sein Risikoengagement zu halten, und gewann 53 % seit dem Tiefpunkt, laut seiner parlamentarischen Anhörung vom März 2021.

Das Ergebnis.

Stand 30. Juni 2026, pro JahrNZ Super FundReferenzportfolioNeuseeländische Schatzwechsel
Seit Gründung (2003)10,26 %8,89 %3,51 %
20 Jahre9,68 %8,19 %3,15 %
10 Jahre11,32 %9,78 %2,37 %
5 Jahre8,82 %6,98 %3,48 %

Quelle: NZ Super Fund, Performance, nach Kosten, vor neuseeländischen Steuern.

Zwei Lehren. Das einfache, passive 80/20-Referenzportfolio erzielte allein 8,89 % pro Jahr. Und der Fonds übertraf diese Referenz um rund 1,4 Prozentpunkte pro Jahr dank aktiver Strategien, darunter ein antizyklisches Rebalancing, bei dem gekauft wird, wenn die anderen verkaufen. Der Fonds gibt an, dass etwa die Hälfte seines Portfolios weiterhin in den Anlagen seines Referenzportfolios investiert ist.

Der norwegische Staatsfonds: 70/30, feste Regeln und minimale Kosten

Einer der größten Staatsfonds der Welt setzt die schlankeste Form der langfristigen Allokation um.

  • Referenzindex: 70 % Aktien und 30 % Anleihen seit Mai 2019, der Anleiheteil zu 70 % in Staatsanleihen und zu 30 % in Unternehmensanleihen (NBIM).
  • Rebalancing-Regel: Weicht der Aktienanteil des Index am Monatsende um mehr als 2 Prozentpunkte von 70 % ab, wird der Index auf sein Ziel zurückgeführt. In der Praxis kauft der Fonds nach einem Kursrückgang Aktien zu und verkauft nach einem Anstieg.
  • Nicht börsennotierte Anlagen: bis zu 7 % in nicht börsennotierten Immobilien und 2 % in Infrastruktur für erneuerbare Energien (NBIM). Zum 30. Juni 2026 machten sie nur 2,1 % des Fonds aus.
  • Diversifikation: 7.201 Unternehmen im Portfolio Ende 2025, bei einer durchschnittlichen Beteiligung von 1,5 % an allen börsennotierten Unternehmen der Welt (Jahresbericht 2025).
  • Kosten: 0,07 % pro Jahr.
  • Ergebnis: 6,86 % pro Jahr seit 1998, 4,51 % nach Inflation und Kosten, und 0,24 Prozentpunkte pro Jahr über seinem Referenzindex (Halbjahresbericht 2026). Im ersten Halbjahr 2026 gewann der Fonds 9,4 %.

Der australische Future Fund: ein Renditeziel statt einer festen Allokation

Der Future Fund, 2006 gegründet, um die Pensionen der australischen Bundesbeamten zu finanzieren, legt keine Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen fest. Sein Mandat ist ein Ziel: mindestens die Inflation plus 4 bis 5 % pro Jahr auf lange Sicht. Er erzielte seit 2006 8,3 % pro Jahr, gegenüber einem Ziel von 7,0 % für den Zeitraum.

Anlageklasse, 30. Juni 2026Gewicht
Australische Aktien10,5 %
Aktien weltweit, Industrieländer29,1 %
Schwellenländeraktien4,6 %
Private Equity12,1 %
Immobilien3,8 %
Infrastruktur und Forstwirtschaft11,5 %
Kredit8,1 %
Alternative Strategien14,9 %
Geldmarkt5,4 %

Quelle: Future Fund, Stand 30. Juni 2026.

Es ist das Modell, das am weitesten von einem privaten Portfolio entfernt ist: mehr als ein Viertel in nicht börsennotierten Anlagen und 15 % in alternativen Strategien, Bausteine, die eine Größe, Teams und einen Zugang zu Fondsmanagern erfordern, die für Sparer außer Reichweite sind.

Der französische Rentenreservefonds: Der Horizont bestimmt die Allokation

Der französische FRR zeigt den direkten Zusammenhang zwischen Horizont und Aktienanteil. Seit 2011 zahlt er jedes Jahr einen Teil seiner Reserven an die Caisse d'amortissement de la dette sociale (Cades): 2,1 Mrd. Euro pro Jahr bis 2024, danach 1,45 Mrd. Euro pro Jahr von 2025 bis 2033 (Artikel L135-6 des französischen Sozialgesetzbuchs, Code de la sécurité sociale). Solange seine Verpflichtungen nahe lagen, musste er einen großen Teil in Absicherungsanlagen halten.

Nach der Entscheidung von 2024, seinen Anlagehorizont über 2033 hinaus zu verlängern, überarbeitete der FRR im Juni 2025 seine strategische Allokation und hob den Aktienanteil auf 50 % an, davon 46 % ohne Absicherung, laut seinem Jahresbericht 2025. Ende 2025 bestand sein Portfolio aus 45,4 % nicht abgesicherten Aktien, 38,0 % Anlagen mit mittlerem Risiko und 16,5 % Absicherungsanlagen. Er erzielte 2025 9,06 % und seit 2010 4,4 % pro Jahr, also 3,04 Prozentpunkte mehr als die durchschnittlichen Kosten der französischen Staatsschulden.

Und in Deutschland? Der KENFO

Deutschland hat keinen Staatsfonds im engeren Sinn, aber einen öffentlichen Langfristinvestor: den Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (KENFO). Die öffentlich-rechtliche Stiftung startete im Sommer 2017 mit rund 24 Mrd. Euro, die die Betreiber der Atomkraftwerke eingezahlt hatten, und finanziert die Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle; ihr Auftrag reicht bis zum Ende des Jahrhunderts.

Ende 2025 verwaltete der KENFO 25,6 Mrd. Euro, investiert zu rund 41 % in Aktien, 39 % in Anleihen und 15 % in nicht börsennotierte Anlagen, bei 5 % Barmitteln. Der Anteil nicht börsennotierter Anlagen (Private Equity, Infrastruktur, Private Debt, Immobilien) soll bis Ende 2028 auf rund 30 % steigen. Seit die Strategie 2019 vollständig umgesetzt ist, erzielte der Fonds 6,1 % pro Jahr, 2025 waren es 6,2 % (KENFO, Pressemitteilung vom 15. Juli 2026; Portfolio). Anders als der NZ Super Fund zahlt der KENFO bereits aus: Von 8,8 Mrd. Euro Wertzuwachs seit der Gründung flossen 5,3 Mrd. Euro in die Finanzierung der Entsorgung.

Für die gesetzliche Rente gibt es keinen solchen Kapitalstock. Das 2024 geplante Generationenkapital taucht im Koalitionsvertrag von 2025 nicht mehr auf. Stattdessen hat das Bundeskabinett am 12. August 2026 den Entwurf der Frühstart-Rente beschlossen: 10 Euro pro Monat für jedes Kind von 6 bis 18 Jahren, angelegt in einem kapitalgedeckten Altersvorsorgedepot. Das Gesetz ist noch nicht verabschiedet.

Und die Stiftungsvermögen der Universitäten?

Das sogenannte „Yale-Modell“, bekannt gemacht durch die amerikanische Universität, geht bei nicht börsennotierten Anlagen noch weiter. Laut ihrem Finanzbericht 2024-2025 ist das Stiftungsvermögen von Yale zu etwa 91 % in Anlagen investiert, von denen eine aktienähnliche Rendite erwartet wird. Die Universität erzielte über zehn Jahre bis Ende Juni 2025 9,4 % pro Jahr, laut Yale.

Sechs Prinzipien, die sich auf ein privates Portfolio übertragen lassen

PrinzipWas Staatsfonds tunEntsprechung für Privatanleger
Der Horizont bestimmt den Anteil der Wachstumsanlagen80 % Aktien beim NZ Super Fund, ohne Entnahmen vor 2054; der FRR erhöht seinen Aktienanteil, wenn sein Horizont länger wirdErsparnisse danach trennen, wann sie gebraucht werden: kurzfristiges Geld auf dem Tagesgeldkonto, langfristiges zum Beispiel in einem ETF-Sparplan im Depot, und nur Geld in Aktien anlegen, das man viele Jahre lang nicht benötigt
Eine einfache, im Voraus schriftlich festgelegte ReferenzPassives 80/20-Referenzportfolio; 70/30-IndexDie eigene Zielallokation in zwei oder drei Anlageklassen schriftlich festhalten, zum Beispiel ein Indexfonds auf Aktien weltweit und Staatsanleihen
Regeln für das RebalancingBandbreite von 68 bis 72 % Aktien beim norwegischen FondsEinmal pro Jahr zur Zielallokation zurückkehren oder wenn ein Gewicht um mehr als einige Prozentpunkte abweicht
Den Verlust beziffern, bevor er eintritt-52,6 %, vom NZ Super Fund für eine Wiederholung von 2008 geschätztIn Euro berechnen, was das eigene Portfolio in einem Crash wie 2008 verlieren würde, und prüfen, ob man das verkraften kann, ohne zu verkaufen
Minimale Kosten0,07 % pro Jahr beim norwegischen FondsIndexfonds bevorzugen und die Gesamtkosten von Depot, Fondspolicen und Altersvorsorgeverträgen prüfen
Nicht kopieren, was Größe voraussetztNicht börsennotierte Anlagen und alternative Strategien bleiben Fonds vorbehalten, die über die Teams und den Zugang zu Fondsmanagern verfügenDer Kern des Modells, Aktien weltweit und Staatsanleihen, steht jedem Sparer offen

Diese Prinzipien beschreiben eine Methode, keine Allokation zum Nachbauen: Der richtige Aktienanteil hängt vom Horizont, vom Einkommen, von den eigenen Plänen und von der Fähigkeit jedes Einzelnen ab, einen Crash durchzustehen. Wie sich Aktien, Anleihen und Gold in früheren Krisen verhalten haben, zeigt unsere Studie der Crashs von 2000 bis 2022; warum Anleihen nicht immer schützen, erklärt unsere Analyse der Korrelationen zwischen Anlageklassen.

Quellen

Offizielle Berichte und Seiten, abgerufen am 23. September 2026: NZ Super Fund, Referenzportfolio, Performance, Risiko und Volatilität, Jahresbericht 2025 und Mitteilung vom 16. September 2026; NBIM, Referenzindex, Strategie und Halbjahresbericht 2026; Future Fund; FRR, Jahresbericht 2025; KENFO, Pressemitteilung vom 15. Juli 2026. Die Zusammenfassung der Anlageklassen in der Grafik stammt von Copio.

Dieser Artikel dient der Information und Bildung. Er stellt keine persönliche Anlageberatung dar. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

FAQ

Was ist Asset-Allokation?

Asset-Allokation ist die Aufteilung eines Portfolios auf die großen Anlageklassen: Aktien, Anleihen, Geldmarkt, Immobilien, nicht börsennotierte Anlagen. Sie bestimmt den Großteil von Risiko und Rendite eines Portfolios, weit mehr als die Auswahl einzelner Wertpapiere. Staatsfonds legen sie schriftlich und für Jahrzehnte fest, in Form eines Referenzportfolios.

Wie investiert der neuseeländische Staatsfonds?

Der NZ Super Fund misst sich an einem Referenzportfolio aus 80 % Aktien (75 % weltweit, 5 % neuseeländisch) und 20 % Anleihen, laut seiner offiziellen Website. Zum 30. Juni 2025 bestand seine tatsächliche Allokation aus 54 % börsennotierten Aktien, 18 % Anleihen und 27 % nicht börsennotierten und alternativen Anlagen. Seit seiner Gründung 2003 hat er nach Kosten 10,26 % pro Jahr erzielt, gegenüber 8,89 % für sein Referenzportfolio (Stand 30. Juni 2026).

Wie ist der norwegische Staatsfonds aufgeteilt?

Der norwegische Staatsfonds GPFG (Government Pension Fund Global) folgt einem Referenzindex aus 70 % Aktien und 30 % Anleihen, der neu gewichtet wird, sobald der Aktienanteil um mehr als 2 Prozentpunkte von seinem Ziel abweicht, laut NBIM. Er hält im Durchschnitt 1,5 % aller börsennotierten Unternehmen der Welt und hat seit 1998 6,86 % pro Jahr erzielt (4,51 % nach Inflation und Kosten), laut seinem Halbjahresbericht 2026.

Welcher Aktienanteil ist für eine langfristige Geldanlage sinnvoll?

Große langfristige Fonds halten zwischen 50 und 80 % Wachstumsanlagen: 80 % im Referenzportfolio des NZ Super Fund, 70 % beim norwegischen Fonds, rund 50 % Aktien beim französischen Rentenreservefonds (FRR) seit 2025. Der gewählte Anteil hängt vor allem vom Zeitraum bis zu den ersten Entnahmen ab und von dem Verlust, den der Fonds verkraften kann, ohne zu verkaufen. Für Privatanleger gelten dieselben Kriterien.

Sollte man sein Portfolio neu gewichten (Rebalancing)?

Staatsfonds tun es nach schriftlichen Regeln. Der norwegische Fonds gewichtet neu, sobald sein Aktienanteil eine Bandbreite von 68 bis 72 % verlässt. Der NZ Super Fund hat während der Crashs von 2008 und 2020 Aktien zugekauft, um zu seinen Zielgewichtungen zurückzukehren. Rebalancing heißt, mechanisch und ohne Prognose zu verkaufen, was gestiegen ist, und nachzukaufen, was gefallen ist.